Archiv für den Monat September 2011

Fall Season 2011 – Gelegenheitsprogramm

Vor einigen Tagen hatte ich ja schon einen ersten Text über die kommende Fall Season geschrieben, ihr erinnert euch. Heute geht es in die nächste Etappe und zwar mit den Serien, die ich zwar schauen werde, allerdings nicht unmittelbar. Soll heißen, wenn ich mal zu viel Freizeit und auch das gewisse Maß an Lust habe, werden mehrere Folgen gestaffelt geguckt. Warum erkläre ich das eigentlich? Ist doch logisch, oder?

Glee

Nach der ersten Staffel war ich ja trotz aller dramaturgischen Schwächen hin und weg. Diese Begeisterung konnte die zweite Staffel auch noch für eine gewisse Zeit halten und zwar ziemlich genau über die Länge des Season-Openers halten. In dem sind die Serienschaffenden sehr gekonnt auf die Meta-Ebene gestoßen und haben ihre Charaktere mit der Kritik aus dem Real Life konfrontiert. Danach ging es irgendwie bergab. Uninteressante Geschichten und fehlender Fokus, gepaart mit der altbekannten Weigerung sich auf einen klaren Kurs in der Charakterentwicklung zu einigen, machten weite Teile der Serie zum recht langweiligen Auffangbecken für alte Musikklassiker und Chartramsch. Zumindest fielen die Performances kurzweilig aus und retteten Glee vor der totalen Irrelevanz. Einziger Lichtblick war die sehr gute Rocky Horror Glee Show; meiner Meinung nach die beste Episode der gesamten Serie. Die hat auch in ihrer dritten Staffel allerdings keine  hohe Priorität mehr in meiner Liste.

Modern Family

Das lustigste und gleichzeitig austauschstbare Format, das derzeit zu sehen ist. Unglaublich unterhaltsam, aber auch extrem schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwunden. Wie die erste Staffel perfekte Familienunterhaltung mit toll harmonierendem Cast, von der man auch 12 Episoden nacheinander gucken kann. Wird sich im neuen Jahr bestimmt nicht viel daran ändern.

The Simpsons

Eigentlich bräuchte ich eine eigene Kategorie für The Simpsons, das spar ich mir aber lieber mal. Denn von der letzten Season habe ich – wenn überhaupt – nur ein Drittel der Folgen geguckt, zu harmlos und belanglos erschienen mir die Geschichten aus Springfield in der Vergangenheit. Deshalb nur bei höchster Langeweile die Folgen mit guten Kritiken geguckt. Werde ich so weiterführen.

Demnächst dann Vorstellungen der neuen Formate, in die ich reinschauen werde.

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Gesäusel ftw

Bombay Bicycle Club mag ich hauptsächlich wegen eines Songs. Der heißt Evening/Morning und ist einfach unglaublich gut. Ein Ohrwurm mit netten Lyrics, dem ich mich nicht erwehren kann. Eine flotte Nummer, die aber irgendwie gar nicht so dem entspricht, was die Band sonst produziert. Der größte Teil ihrer Musik fällt nämlich eher ruhig aus, wenn ich mir das zweite Album „Flaws“ anhöre, sogar zu ruhig. Ich mag die Band trotzdem, denn ich mag die Stimme des Sängers. Jack Steadman hat eine absolut einzigartige Stimme, die man nie wieder vergessen kann, wenn man sie einmal gehört hat. Diese Tatsache prägt das Gesamtbild der Band; für mich, der ich sowieso absolut unmusikalisch bin, überdeckt der Gesang in der Wahrnehmung eindeutig das musikalische Element. Natürlich ist auch die Musik interessant und sie gefällt mir in gewissen Momenten sehr gut, dennoch würde ich unbekannte Lieder der Band stets am Gesang erkennen, nicht an bestimmten musikalischen Mitteln (Projekte von Jack White erkennt man ja in der Regel schon anhand der Gitarre im Intro, nur so als Beispiel). Jacks Stimme ist das Charakteristikum von Bombay Bicycle Club. Und zumindest in der Hälfte ihres neuen Albums „A Different Kind of Fix“ kann ich nicht genug von seinem Gesäusel bekommen.

Auch die neue Platte wird keine, die bei mir rauf und runter laufen wird (wie zum Beispiel die von Thees Uhlmann), was natürlich nicht gegen ihre Qualität spricht. Nein, sie beginnt mit How Can You Swallow So Much Sleep sogar ausgesprochen energetisch. Die Instrumente überlagern rein lautstärketechnisch den Gesang. Kraftvoll erscheint dieser Kampf der Aufmerksamkeit; charakteristische Stimme gegen clever eingesetzte Arrangements. Dabei gibt es einen klaren Gewinner und zwar den Song selber.
Überhaupt wirkt das Album anfangs durch die oft sehr präsenten Drums unglaublich treibend. Dennoch ist es nichts, was man wirklich wertschätzen kann, wenn man es nur nebenher hört. Man muss „A Different Kind of Fix“ schon seine gesamte Aufmerksamkeit schenken – dann zieht es den Hörer auch sofort in seinen Bann. Schade nur, dass sich das Album ab der Hälfte der Tracks auf diese anfänglich geschaffene Aufmerksamkeit verlassen muss. Ab diesem Punkt versinkt die Musik nämlich in die schleichende Auswechselbarkeit, die man Bombay Bicycle Club häufiger vorwerfen kann. Dennoch ein Stück Musik, dem man eine Chance geben sollte.

Louder than sirens, louder than bells

Ein kleines Intermezzo, genauer mein Vorschlag für die nächste Runde des Projekt Hörsturz.

Ein ganz großartiger Song. Einer meiner absoluten Lieblinge, wenn auch erst seit kurzer Zeit. Allerdings gefällt mir die Studioversion tatsächlich noch ein Tick besser. Aber ist ja eine Sonderrunde mit dem Thema Live-Auftritte. Von daher.

Fall Season 2011 – Mein Pflichtprogramm

Der September ist seit einem Jahr mein unangefochtener Lieblingsmonat. Der tolle Übergang zwischen Sommer und Herbst, die Tatsache, dass mein Geburtstag in greifbare Nähe rückt, und selbstverständlich der Beginn der neuen US-Serien-Season. Das Verfolgen der (meist) wöchentlich gesendeten neuen Folgen hat sich zu meinem einzig wirklich exzessiv ausgeübten Hobby entwickelt. Ein Beispiel? Auf meinem Serienplaner stehen 26 Serien, die ich zumindest in den ersten Wochen sehen will, um dann zu entscheiden, welche den Verbrauch meiner Freizeit verdient haben. Da bietet sich es geradezu an, dass das neue Wintersemester erst Mitte Oktober startet.

In einigen Posts will ich diese 26 Serien vorstellen und den Anfang macht heute das Pflichtprogramm, sprich vor allem länger laufende Formate und sehr vielversprechende neue Programme, die ich mir – aus welchen Gründen auch immer – mit hoher Sicherheit langfristig anschauen werde. Das alles selbstverständlich nicht ganz spoilerfrei.

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