Archiv für den Monat August 2011

Sincerely Thees Uhlmann

Was für euch das Album von Casper war, ist für mich die Neue von Thees Uhlmann

schrieb ich so oder so ähnlich vor einigen Wochen auf Facebook. Den Hype, den Xoxo erlebt hatte, konnte ich zwar in den Weiten des Internets nicht entdecken, für mich persönlich ist das Solo-Debüt von Thees allerdings die wichtigste CD des Jahres (auch wenn mir Caspers Platte sehr gut gefallen hat).

Dabei konnte ich schon immer verstehen, wenn sich andere über die Musik von Tomte aufgeregt haben. Es ist nicht für jeden. Thees Stimme ist gewöhnungsbedürftig, die Texte wirken nicht nur selten ein klein wenig zusammengeschmissen. Beides Dinge, die ich an Tomte-Alben geliebt habe. Ein bisschen Restskepsis war über die Qualität der fertigen Soloscheibe noch da, nachdem ich auf dem Fest van Cleef in Mainz war und einige Lieder hören konnte. Auch an die muss man sich erst ein wenig gewöhnen. Sie erinnern auch noch an Songs von Tomte, unterscheiden sich dennoch stark. Sie sind getriebener, das E-Piano ist allgegenwärtig und überhaupt irgendwie tanzbarer. Wobei man dieses Attribut immer noch in Relation sehen muss.

Letztendlich ist „Thees Uhlmann“ ein unglaublich gutes Album. & Jay-Z singt uns ein Lied ist der Highlight der CD, was zu einem nicht unbedeutendem Anteil auch Casper zuzuschreiben ist. Dass Thees und Casper ein angenehmes Team abgeben, haben sie ja schon auf der Platte des Bielefelders zeigen können; und ich muss Pascal zustimmen, wenn er betont, dass der Gedanke an eine aus den beiden bestehende Band zu gefallen weiß. Überhaupt ist das von Reminiszenz und Heimatsgefühlen geprägte Album mit starken Songs gesegnet. Einzig Die Nacht war kurz geht mir mittlerweile etwas auf die Nerven. Aber das wird durch das beinahe epische 17 Worte und den wunderbaren Text von Römer am Ende Roms ausgeglichen. Mit Sommer in der Stadt und Paris im Herbst wird Thees zum Storyteller, was sich sehr angenehm auf den Gesamteindruck des Albums auswirkt. Abschließend seien noch die Alternativversionen von Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf (To Mate & to Die Salmons Swim Upstream) und Paris im Herbst (Paris en automne) erwähnt, in denen Thees in Englisch bzw. Französisch singt. Klingt einfach umwerfend, vor allem die zusätzliche Frauenstimme in To Mate & to Die, die eigentlich zu Imaginary Cities gehört, macht den Song mindestens doppelt so gut.

Sneak Peek – September ’11

Auf was ihr euch hier in der nächsten Zeit freuen dürft. Ich meine es mit dem Bloggen wieder ernst. Und ich habe auch schon einige Ideen, worüber ich schreiben will. Deshalb ein kleiner Einblick in meine Pläne.

Im September passiert relativ viel in Sachen Musik. The Drums, Dear Reader und Bombay Bicycle Club bringen schon recht bald neue Alben raus, auf die mich doch schon sehr freue. Musikalisches Highlight wird aber ohne Zweifel die neue LP von Feist und nachdem mir schon die Single-Auskopplung sehr gut gefallen hat, kann der 30. September gar nicht früh genug kommen.

Zu diesen vier Alben dürft ihr auf jeden Fall einige Worte erwarten. Die drei Erstgenannten wahrscheinlich in kürzerer Form, kommt ganz drauf an, wie gut sie mir letztendlich gefallen und was ich dazu so zu sagen habe.

Was Filme angeht, bin ich gar nicht so sicher, ob ich in diesem Monat sehr viel ins Kino gehen werde. Das liegt nicht unbedingt daran, dass es keine guten Filme gäbe, sondern, dass ich einen großen Teil des Monats nicht in Nähe eines Kinos verbringe und weil ich ja ein eher fauler Bursche bin, wird es spätestens am Ende des Monats etwas geben (vorausgesetzt dann laufen noch interessante Filme). Allerdings liegt hier zur Zeit „It’s Kind of a Funny Story“ rum, den ich heute noch gucken werde und dessen Trailer schon mal hohe Erwartungen geschürt hat.

Ansonsten sind noch kurze Meinungen zu den neuen Ami-Serien „Awkward“ und „Alphas“ möglich, außerdem zum Jugendroman „The Hunger Games“, den ich vor kurzem ausgelesen habe. Und Deus Ex 3, das derzeit in der PS3 meines Bruders verweilt, schreit auch geradezu nach einem Post.

Projekt Hörsturz #53

An dieser Stelle möchte ich erst mal den Leuten danken, die mich trotz fünfmonatiger Funkstille noch nicht aus ihren Feed-Readern entfernt haben und diese Zeilen nun möglicherweise sogar lesen. Ich bin zurück, zumindest hätte ich Lust zurück zu sein und nicht nach einigen Posts wieder zu verschwinden. Nun ja, hoffen wir das Beste.

Zum Einstieg erstmal die aktuelle Runde des altbekannten Projekts, mit dem ich meine eingerosteten, rhetorischen Fähigkeiten wieder auf Vordermann bringen will. Auch wenn ich das Songaufgebot auf den ersten Blick eher unterwältigend finde. In diesem Sinne: Möge der Verriss beginnen!

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