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Knight and Day

Demnächst steht der Start von „The Expendables“ an. Ein Titel, den ich für die Notwendigkeit dieses Films geradezu beschreibend finde. Ich habe mein „Expendables“ bereits gesehen und es trägt den Namen „Knight and Day“.

June Havens (Cameron Diaz) will nach Hause. Nach Boston. Denn die Hochzeit ihrer Schwester steht bevor und im Gepäck hat sie das noch fehlende Teil für einen Pontiac GTO, an dem schon der gemeinsame Vater rumgebastelt hat, und nun pünktlich als Hochzeitsgeschenk fahrtüchtig gemacht werden soll. Doch an dem Flughafen kommt alles anders. Hier trifft sie auf den smarten Roy Miller (Tom Cruise). Dieser gibt sich bald nach dem Abflug als Ex-Geheimagent zu erkennen, nachdem er die gesamte Besatzung des Flugzeugs (allesamt Agenten, die Miller festnehmen sollen) ausgeschaltet hat, während sich June auf der Toilette frisch macht. Nach einer von ihm iniitierten Notlandung, wird June von ihm narkotisiert, noch mit der Warnung auf den Lippen, dass sie verleugnen soll, sich mit ihm unterhalten zu haben. Doch das gelingt ihr am nächsten Morgen nicht und so kreuzen sich die Wege der beiden bald wieder, denn June wird nun als Komplizin des Ex-Agenten, der seinen Arbeitgebern eine neuartige Batterie (die nach dem Perpetuum mobile Prinzip arbeitet) entwendet hat, auch verfolgt. Dazu kommt ein spanischer Waffenhändler (Jordi Mollà), der die Batterie ebenfalls zu gerne in seinem Besitz wissen würde.

Wer jemals bei diesem Plot und den Trailern mehr erwartet hat als seichte Action-Unterhaltung, ist selber schuld, wenn er am Ende enttäuscht aus dem Kinosaal schlurft. Aber eben diese seichte Action-Unterhaltung (und ich bin mir sicher, dass „The Expendables“ nicht mehr bieten wird) bekommt „Knight and Day“ vorzüglich hin. Der Film nimmt sich selbst nicht zu ernst, hat mit Tom Cruise in diesem Punkt sogar den perfekten Schauspieler gefunden. Einst der coole Actionheld schlechthin, ein Image, das auch in die Wahrnehmung des Menschen Cruise übergeschwappt ist, ist er heute für viele eine Witzfigur, die Werbung für Scientology macht und verrückt auf Sitzmöbeln rumspringt. Aber eben dieser Imagewechsel geht auch auf den gespielten Charakter über und parodiert als leicht labil und abgedreht gestaltetener Roy Miller nicht nur das Genre, sondern eben auch ein bisschen Cruise selbst. Und das ist herrlich anzusehen. Hinzu kommt die weibliche Hauptrolle in Form von Cameron Diaz, die ich mir persönlich immer gerne anschaue (auch wenn ich ihr die Rolle als Automechanikerin niemals abkaufen würde). Sie macht als naives Blondchen, das im Laufe des Films zur toughen Agentin im Geiste wird und am Ende praktisch das gegenderte Abbild von Roy ist, eine gute und unterhaltsame Figur. Die Chemie zwischen Cruise und Diaz weiß zu gefallen und dürfte für Fans der beiden Hauptgrund für einen Kinobesuch sein. Alle anderen bekommen einen in weiten Teilen 0815-Actionfilm, der neben unheimlich vielen Explosionen, lockeren Running Gags auch die ein oder andere gelungene Schnitttechnik (immer dann wenn June narkotisiert wird und die nachfolgenden Stunden nur ausschnittweise in kurzen Auf- und Abblenden in stets absurd wirkenden Situationen wahrgenommen werden) aufweisen kann. Insgesamt nicht schlecht, aber auch nicht gut und im Originalton stellenweise sogar wirklich amüsant.

3/5

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