Tag 15 – Das 4. Buch in meinem Regal von links

Eigentlich bin ich gerade ziemich demotiviert. Habe zwar knapp 10 Stunden geschlafen, bin aber trotzdem müde und hab’s heute morgen um acht Uhr fast nicht aus dem Bett geschafft. Aber ich habe ja schon den gestrigen Tag ausfallen lassen. Entschuldigt bitte meine Unzuverlässlichkeit in dieser Sache, aber an meine Kindheit kann ich mich eh nicht mehr erinnern – einfach zu lang her.

So, das vierte Buch in meinem Regal von links ist leider „Wo die wilden Maden graben“. Tja, dann muss der heutige Post wohl doch ausfallen.

Nunja, gehe ich halt eben ein Buch weiter nach rechts und stoße somit auf „Vincent“, geschrieben von Joey Goebel, den ich in dieser Reihe ja bereits erwähnt habe. „Vincent“ ist auch unter vielen Gesichtspunkten das bessere Buch (im Vergleich zu „Freaks“) und wer gerne nach dem ‚Mehr Seiten für mein Geld‘-Prinzip Bücher kauft, wird hiermit auch glücklicher. Das hier hat nämlich über 400 von diesen Dingern. Das Buch erzählt die Geschichte von Harlan und Vincent. Vincent ist ein Wunderkind, das schon in jungen Jahren (die Ungenauheiten müsst ihr mir Verzeihen, es ist nämlich echt lange her, seitdem ich das Buch gelesen habe) vielversprechende Kurzgeschichten schreibt und auf den die Organisation „New Renaissance“ aufmerksam wird, nachdem seine Mutter eine seiner Geschichten bei einem Wettbewerb einreicht. Diese Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, das weitestgehend verdummte Unterhaltungsprogramm in Form von Musik und Fernsehen mit ästetisch wertvollem, aber dennoch unterhaltsamen Inhalt zu füllen. Dafür suchen sie die potenziellen Künstler schon im Kindesalter und weisen ihnen einen Agenten zu, der sie fördern soll. Für Vincent ist das Harlan, der das Credo der Organisation (Ein wahrer Künstler kann wahre Kunst nur erschaffen, wenn er leidet) in der „Förderung“ seines Schützlings umsetzt. Ja, es ist perfide, dass Harlan über die gesamte Kindheit, Jugend und Adoleszenz Vincents dafür sorgt, dass ihm das persönliche Glück versagt bleibt (daher auch der Originaltitel „Torture the Artist“), er dafür aber künstlerische Perfektion erreicht. Und ja, es ist als eine klein gefasste Dystopie unheimlich anregend und außerdem unterhaltsam.

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