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Endlich wieder ein Grund zum Freuen

Heute ist ein Freudentag. Heute habe ich zum ersten Mal die neue Single von Wir Sind Helden gehört. Und sie ist gut.

Ganz frisch, weil eben erst im Radio gehört – und die Single als Radio-Edit wohl auch erst zehn Tage alt ist. Die erste Auskopplung, namentlich „Alles“, aus dem kommenden Album „Bring mich nach Hause“ ist Pop-Rock erster Güte, was eigentlich kein Wunder ist, immerhin hat Wir Sind Helden nicht nur maßgeblich die deutsche Sprache wieder in die Playlists der Radiosender gebracht, eine ganze Reihe von anderen Bands geprägt, sondern mit „Die Reklamation“ die wohl beste deutschsprachige Platte des letzten Jahrzehnts erschaffen. Man merkt, dass ich ein Fanboy bin, nicht wahr?

Von den beiden nachfolgenden Alben war ich im Nachhinein etwas enttäuscht, weil mir der Fokus zu sehr auf ruhigeren Popnummern lag und der Mittelweg zwischen jugendlicher Energie und erwachsener Durchdachtheit in Sachen Komposition meiner Meinung nach nicht mehr erreicht wurde – vom kruden Trashrock eines „Endlich ein Grund zur Panik“ mal abgesehen.

Auch die neue Single erreicht nicht die Klasse von „Denkmal“, „Guten Tag“ oder „Aurèlie“, wartet aber mit hintergründigen, jedoch beim ersten Eindruck unheimlich vielschichtigen Arrangements auf, gepaart mit der nach wie vor sehr angenehmen Stimme der Holofernes, die mir hier teilweise sehr subtil und gelungen verzerrt vorkommt. Dazu ein sehr schöner Text. Beste Voraussichten also für das Album, das Ende August erscheinen soll und auf das ich mich spätestens jetzt wirklich freue. Hoffe nur, dass im Endeffekt nicht zu viel langatmiges Balladen-Zeugs auf die Platte kommt. Aber wahrscheinlich wird diese Hoffnung vergebens sein.

Hier lässt sich die Single anhören (MySpace-Page der Band)

Das mäßig aufgelöste Header-Bild (das man im übrigen nur auf der Startseite sieht) stammt von der Internetpräsenz der Band

2 Gedanken zu „Endlich wieder ein Grund zum Freuen

  1. Dr. Borstel

    Danke für die Erinnerung, muss ich auch noch bloggen.😉

    Bei der besten deutschsprachigen Platte des Jahrzehnts muss ich dir widersprechen, das ist „Du und wieviel von deinen Freunden“ von kettcar. Davon abgesehen bin ich aber ebenso Fanboy; „Die Reklamation“ war eigentlich der Anfang meiner Begeisterung für Musik und bis heute finden sich zwei Songs der Platte unter meinen zehn Lieblingssongs, „Du erkennst mich nicht wieder“ und „Außer dir“ nämlich. Songs von der Qualität haben auf den letzten beiden Platten, mit Ausnahme von „The Geek“, ja gefehlt, aber die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

    Antwort
    1. DerGraf Autor

      Kettcar sind mit ihren drei Alben im letzten Jahrzehnt natürlich auch groß dabei und im Gegensatz zu denen der Helden, finde ich die auch wirklich alle klasse. Aber „Die Reklamation“ bleibt für mich dennoch das ganz große Highlight der letzten Dekade.

      Antwort

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