ttdtftlw (1)

Ich finde wiederkehrende Blogkategorien ja unheimlich cool. Freue mich jede Woche erneut auf die neuen Sonntagslinks und lache auch immer wieder, wenn Google-Suchbegriffe genauer unter die Lupe genommen werden. (Wäre übrigens klasse, wenn beide Kategorien auch tatsächlich als solche im Blog anwählbar werden. Dadurch würde das verlinken auf jeden Fall leichter fallen)

Deshalb versuche ich ja auch ständig selber solche Kategorien in diesem Blog (bzw. auch schon in meinen älteren) zu etablieren. Ein neuer Anlauf mit einem wahrscheinlich sehr kurzlebigen Versuch: „Three totally different things from the last week“. Jo, das klingt jetzt erst mal ziemlich scheiße, aber das ist gewollt. Immerhin ist die Abkürzung ziemlich catchy, nicht wahr?

Ich schreibe also über drei zusammenhanglose Sachen, mit denen ich mich in der auslaufenden Woche irgendwie beschäftigt habe und die es meiner Meinung wert sind, kurz beschrieben zu werden.

#1 – Charlie Bartlett (Film)

Charlie Bartlett (Anton Yelchin) ist ein siebzehnjähriger und ziemlich intelligenter Junge, der mal wieder von einer Privatschule geschmissen wird, nachdem in diesem Fall aufgeflogen war, dass er für alle möglichen Mitschüler Führerscheine gefälscht hat. Seine verständnisvolle Mutter schickt ihn daraufhin in eine öffentliche Schule (weil ihn mittlerweile keine Privatschule mehr will), an dessen rauheren Umgangston sich Charlie erst langsam gewöhnen muss. Doch es gibt auch Lichtblicke, etwa Susan (Kat Dennings), die Tochter des alkoholabhängigen Direktors (Robert Downey Jr.).
Nach einem Besuch bei einem Psychiater wegen mangelnder Konzentration und einem Trip auf Ritalin, entdeckt Charlie das Potenzial solcher Medikamente und eröffnet auf der Schultoilette sozusagen seine eigene Praxis, in der seinen Mitschülern als Therapeut zuhört und ihnen Medikamente verkauft, die er sich zuvor von verschiedenen Psychiatern verschrieben ließ. Das Geld hat Charlie jedoch als Sohn eines wohlhabenden Steuerhinterziehers mit diesem Vorhaben nicht im Sinn, ihm geht es um die Anerkennung seiner Mitmenschen. Er will ihr Held sein.

Charlie Bartlett ist leider kein Hit wie Juno oder Superbad (in deren Schatten der Film leider unweigerlich steht), aber dennoch eine hochcharmante Teenage/Coming-of-Age Komödie, der es an subtiler Kritik an diesem ganzen Medikameten-Hype nicht mangelt, was mir persönlich sehr gut gefällt, und auf jeden Fall gut unterhält.

#2 – Necronator (Flashgame)

Da ja vor einiger Zeit meine Xbox 360 gestorben ohnmächtig geworden ist, liegt die einzige Möglichkeit, mich jetzt noch mit Spielen zu beschäftigen, in solchen Seiten wie Kongregate, die eine ziemlich große Sammlung guter (und naturgemäß noch mehr schlechter) Flashgames haben. Solche Seiten gibt’s  ja einige, aber Kongregate hat Achievements und naja – die bin ich eben von der 360 gewohnt.

Necronator kommt von „toge productions“, die sich mit den Infectonator Spielen schon ein wenig Bekanntheit in der Szene erarbeitet haben dürften. Im aktuellen Spiel übernimmt man die Rolle eines Magiers, der sich an der Welt rächen will, weil er verbannt wurde. Oder so. Im Stile eines Echtzeitstrategiespiels beschwört ihr Monster wie Skelette, Orks und Zombies, die ihr anschließend auf die Bevölkerung hetzt. Durch die Funktion, die Monster automatisch angreifen zu lassen, wird das Spielerlebnis ebenso bei Infectonator ein eher passives, was dem Kurzweil aber keinen Abbruch tut. Den Hauptreiz gewinnt auch Necronator durch sein Upgrade-System, in dem man neue Einheiten, Zauber und Eigenschaften freischalten und verbessern kann. Zugegeben: Nach einer halben Stunde ödet es einen der stets gleiche „Missions“ablauf an, aber währenddessen ist es ganz lustig. Der Grafikstil und der Gewaltgrad erinnern mich dabei auch noch an die Vampire’s Dawn Spiele (die wohl besten Produkte des RPG Makers). Ach, das waren noch Spiele.

#3 – Paradiso (Buch)

Thomas Klupp Debutroman erzählt die Geschichte des Studenten Alex Böhm, der von Potsdam nach München fahren will, wo seine Freundin wartet, mit der er in den Urlaub nach Portugal fliegen möchte. Dummerweise trifft er an der Tankstelle, an der er auf seine eigentliche Mitfahrgelegenheit wartet, auf einen ehemaligen Schulkameraden, der ihn zwar in die grobe Richtung mitnimmt, aber irgendwie vergessen hat, ihm zu sagen, dass sie nicht nach München, sondern nach Würzburg wollen. Ab da entwickelt sich eine eintägige Odysee durch Deutschland und durch die Vergangenheit eines jungen Mannes.

Rein sprachlich betrachtet ist Paradiso sicher kein Super-Hit, aber immerhin auf  sehr gute Unterhaltung abgestimmt. Man lächelt und lacht auch ab und zu mal und zusammen mit dem überdurchschnittlich durchdachten Plot entsteht ein unheimlich glaubwürdiger Charakter; auch weil man ihm einige Male in den Arsch treten will. Lesenswert ist es auf jeden Fall, obwohl mir das letzte Viertel wegen der plötzlichen Beschleunigung des Erzähltempos nicht mehr ganz so gut gefallen hat.

2 Gedanken zu „ttdtftlw (1)

  1. Dr. Borstel

    Sehr catchy. Sieht aus wie ’n Strichcode. Oder als würde der Raab mal wieder eine Castingshow veranstalten.😉

    Antwort

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