kate nash

Kate Nash – My Best Friend Is You

Der erste Eintrag einer Kategorie, die ich „First Impression“ nennen werde, in der ich wohl zusammenhangslose, spontane Gedanken zu Filmen, Musik, Serien, Büchern veröffentlichen werde. In Wahrheit wohl nur eine Entschuldigung, keine kompletten Texte schreiben zu müssen, aber aufrichtiges Interesse für mich, wie sich meine Wahrnehmung eines künstlerischen Produkts mit der Zeit noch ändern wird.
Als kurze Einleitung: Kate Nash ist eine mir höchst sympatische Sängerin, was sich wahrscheinlich in den folgenden Stichpunkten niederschlagen könnte
. Den Namen Kate Nash kenne ich schon einige Zeit, wirklich aufmerksam bin ich allerdings erst durch die von der ebenso sympathischen Lena Meyer-Landrut bei Unser Star Für Oslo dargebotenen Songs ‚Foundations‘ und ‚Mouthwash‘ geworden – und habe mir kurz danach das Debüt-Album der Engländerin gekauft.


  • Ich mag, dass sich auf dem Album so ganz massentaugliches Zeugs wie die Hooks ‚Foundations‘ und ‚Mouthwash‘ des Vorgängers nicht mehr finden lassen, die sich nach etwa 300 Mal hören so weit abgenutzt haben, dass sie kaum noch Spaß machen. Die Single-Auskopplung ‚Do-Wah-Doo‘ ist meiner Meinung nach der einzige deutliche Kompromiss an den Mainstream, zur Zeit allerdings noch mein Lieblingssong. (Ich vermute, viele werden nicht verstehen, was ich mit diesem Absatz ausdrücken will)
  • Falls Karen O. jemals mit dem Musikmachen aufhören sollte, Kate Nash könnte ihre Rolle bei den Yeah Yeah Yeahs übernehmen. Das beweist sie mit ‚I Just Love You More‘, in dem sie orzole(s)k (muhaha, Wortspiel!) zwei Sätze über drei Minuten immer und immer wieder singt, was  ebenso wie bei der Frontfrau der Yeah Yeah Yeahs zum Ende hin in ekstasisches Gestöhne und Gequitsche  ausartet. Und wie bereits bei den Yeah Yeah Yeahs finde ich das auch bei Kate Nash einfach genial.
  • Das Stück ‚Mansion Song‘, das bis zur Hälfte am besten mit Spoken Word zu beschreiben ist, gefällt mir bisher am wenigsten, was sich mit der Zeit aber noch ändern dürfte. Bei ‚Mariella‘ hat es sich schon ähnlich verhalten; und dass Nash dermaßen flucht, gefällt mir eigentlich gut.
  • Ich mag nach wie vor Nashs Texte, die ich in ihrem zweiten Album größtenteils noch eine ganze Ecke besser (bedeutet: durchdachter und weniger plump) finde als auf ‚Made of Bricks‘.
  • Die Geigen in ‚Take Me To A Higher Plane‘ finde ich ganz großartig. Mir fehlt wie so oft das  Wort um es in die richtige musikalische Stilrichtung einzuordnen und wahrscheinlich läge ich mit „Country-Anklängen“ falsch.
  • Es gibt im ganzen Album keinen Song, den ich gar nicht leiden kann und das kommt nicht oft vor!
  • Den Hidden Track nach ‚I Hate Seagulls‘ hätte man sich allerdings sparen können.
  • Ich finde Möwen auch doof.

4 Gedanken zu „Kate Nash – My Best Friend Is You

  1. Dr. Borstel

    Die Parallelen zwischen Kate und Karen O (ohne Punkt) wären mir von selbst gar nicht aufgefallen, sind aber, zumindest bei „I Just Love You More“, der sich erfrischend von Kates bisherigem Werk abhebt, durchaus nicht von der Hand zu weisen. Ich verstehe übrigens sehr gut, was du mit dem ersten Absatz ausdrücken willst, wobei ich „Foundations“ keineswegs als Mainstream abhaken würde. Von jemandem wie Kate erwartet man doch eher Zucker-Lovesongs wie „Birds“, stattdessen feiert sie ihren Durchbruch mit einem Titel, der als Liebeslied sicher nicht durchgeht und den ich gerade deswegen bis heute großartig finde. Noch toller ist höchstens besagtes „Birds“.

    Noch ein positives Fazit also. Nachdem ich Kates Erstling mittlerweile sehr lieb gewonnen habe, muss ich mir „My Best Friend is You“ dann wohl doch noch näher anschauen.

    P.S. Lena, diese Bratze, hat ernsthaft „Foundations“ verwurstet? Gut, dass ich das nicht hören musste …

    Antwort
  2. DerGraf Autor

    ‚Birds‘ ist mir persönlich ein kleines bisschen zu langsam. Da gefiel mir das eher unruhige ‚Mariella‘ sehr viel besser. Lena hingegen finde ich gar nicht so schlecht, aber auch nicht ausnahmslos toll, aber das finde ich an ihr so sympathisch… dass ich sie sympathisch finden kann, obwohl es einige Gründe dagegen gibt😀
    Und von Kate Nash erwarte ich tatsächlich eher Songs mit hohem Schimpfwort-Anteil als Zuckersüßes, das ist gerade so erfrischend an ihr. Aber eigentlich hast du Recht; ‚Foundations‘ ist nicht wirklich Mainstream. Habe den Song wohl einfach so oft gehört, dass er mir dermaßen „normal“ vorkam.🙂

    Antwort

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s