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Doch ein relativ normaler Tag

Und wieder einmal muss ich bemerken, dass sich unglaubliche Müdigkeit doch stark auf das Können des Führen eines Kraftfahrzeugs auswirkt. Auf das Verfassen eines Posts wohl auch, aber ich bin irgendwie noch nicht bereit, schlafen zu gehen.

Ich hatte vor circa 10 Stunden über die von mir hoch geschätzte Publikationsplattform Twitter so etwas in diese Richtung mitgeteilt:

Scheiße! Was ich hab ich mir nur dabei gedacht, ich werde mich heute so zum Affen machen und alle meine besten Freunde gucken dabei auch noch zu!!!

Nun gut, der Tweet sah doch etwas anders aus. Positiv eingestellt wie ich nun mal bin, habe ich eingeräumt, dass es trotz meiner mittelgroßen Panik auch gut laufen könnte – oder zumindest nicht apokalyptisch schlecht. Worum es eigentlich geht? Ich habe am gestrigen Sonntag an einem Poetry Slam teilgenommen und bin in der ersten Runde rausgeflogen. Höchstwahrscheinlich zurecht. Es war zumindest nicht so dermaßen katastrophal wie ich es mir vorgestellt hatte, aber vielleicht schützt mich mein Unterbewusstsein auch zu sehr und hat die Erinnerung bereits beschönigt. Dennoch ist mir an diesem Wochenende einiges klar geworden.

  1. Du weißt, dass du in etwas ziemlich schlecht warst, wenn deine Freunde aus Scham dem Thema im Nachhinein aus dem Weg gehen oder dich mit einfühlsamer Stimme ermutigen, es weiterhin zu versuchen.
  2. Auf so etwas antwortet man am besten mit Zynismus und Selbstironie – vorausgesetzt man hat sich selbst auch nicht als so dolle wahrgenommen.
  3. Wenn man weit (ca. 200 km) von seinen besten Freunden entfernt wohnt und abrupt bemerken muss, dass die ihr Leben einfach weiterleben und man selber gewisse Wendungen erst durch Zufall mitbekommt, dann ist man schon ein bisschen traurig. Wobei ‚traurig‘ trifft es nicht ganz. ‚Bedrückt‘ passt besser.
  4. Little Britain, das ich gestern zum ersten Mal gesehen habe, ist ganz lustig, aber den Hype um die Serie, den ich so ein wenig mitbekommen hatte, kann ich nach den ersten zwei Folgen nicht so ganz nachvollziehen. Klar, es ist lustig, aber teilweise arg platt und in seiner Machweise (und mit seinen Gags) oft sehr veraltet. Sorry, das intelligente Synonym für veraltet will mir gerade nicht mehr einfallen; was mich aber direkt zu Punkt …
  5. … bringt. Nämlich das nächste Mal vielleicht schon vor 1 Uhr nachts nach Hause zu fahren (damit ist übrigens mein ‚echtes‘ zu Hause gemeint, nicht die Wohnung in der Uni-Stadt) – besonders wenn man merkt, dass man sehr müde ist. Wobei mit ein bisschen Konzentration (und am besten ausgeschaltetem oder sehr leisem Radio) lässt sich auch so eine Autofahrt gut meistern. Auch wenn mir beim Anfahren den Motorengeräuschen nach der rechte Fuß vielleicht doch etwas locker auf dem Gas-Pedal stand.

Aber das schöne an Autofahrten tief in der Nacht ist ja, dass es kaum (bzw. gar keinen) Verkehr gibt und man die Straße für sich allein hat. Genauso wie ich gerade wohl das Internet für mich alleine habe. Gute Nacht.

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