Fall Season 2011 – Gelegenheitsprogramm

Vor einigen Tagen hatte ich ja schon einen ersten Text über die kommende Fall Season geschrieben, ihr erinnert euch. Heute geht es in die nächste Etappe und zwar mit den Serien, die ich zwar schauen werde, allerdings nicht unmittelbar. Soll heißen, wenn ich mal zu viel Freizeit und auch das gewisse Maß an Lust habe, werden mehrere Folgen gestaffelt geguckt. Warum erkläre ich das eigentlich? Ist doch logisch, oder?

Glee

Nach der ersten Staffel war ich ja trotz aller dramaturgischen Schwächen hin und weg. Diese Begeisterung konnte die zweite Staffel auch noch für eine gewisse Zeit halten und zwar ziemlich genau über die Länge des Season-Openers halten. In dem sind die Serienschaffenden sehr gekonnt auf die Meta-Ebene gestoßen und haben ihre Charaktere mit der Kritik aus dem Real Life konfrontiert. Danach ging es irgendwie bergab. Uninteressante Geschichten und fehlender Fokus, gepaart mit der altbekannten Weigerung sich auf einen klaren Kurs in der Charakterentwicklung zu einigen, machten weite Teile der Serie zum recht langweiligen Auffangbecken für alte Musikklassiker und Chartramsch. Zumindest fielen die Performances kurzweilig aus und retteten Glee vor der totalen Irrelevanz. Einziger Lichtblick war die sehr gute Rocky Horror Glee Show; meiner Meinung nach die beste Episode der gesamten Serie. Die hat auch in ihrer dritten Staffel allerdings keine  hohe Priorität mehr in meiner Liste.

Modern Family

Das lustigste und gleichzeitig austauschstbare Format, das derzeit zu sehen ist. Unglaublich unterhaltsam, aber auch extrem schnell wieder aus dem Gedächtnis verschwunden. Wie die erste Staffel perfekte Familienunterhaltung mit toll harmonierendem Cast, von der man auch 12 Episoden nacheinander gucken kann. Wird sich im neuen Jahr bestimmt nicht viel daran ändern.

The Simpsons

Eigentlich bräuchte ich eine eigene Kategorie für The Simpsons, das spar ich mir aber lieber mal. Denn von der letzten Season habe ich – wenn überhaupt – nur ein Drittel der Folgen geguckt, zu harmlos und belanglos erschienen mir die Geschichten aus Springfield in der Vergangenheit. Deshalb nur bei höchster Langeweile die Folgen mit guten Kritiken geguckt. Werde ich so weiterführen.

Demnächst dann Vorstellungen der neuen Formate, in die ich reinschauen werde.

Gesäusel ftw

Bombay Bicycle Club mag ich hauptsächlich wegen eines Songs. Der heißt Evening/Morning und ist einfach unglaublich gut. Ein Ohrwurm mit netten Lyrics, dem ich mich nicht erwehren kann. Eine flotte Nummer, die aber irgendwie gar nicht so dem entspricht, was die Band sonst produziert. Der größte Teil ihrer Musik fällt nämlich eher ruhig aus, wenn ich mir das zweite Album „Flaws“ anhöre, sogar zu ruhig. Ich mag die Band trotzdem, denn ich mag die Stimme des Sängers. Jack Steadman hat eine absolut einzigartige Stimme, die man nie wieder vergessen kann, wenn man sie einmal gehört hat. Diese Tatsache prägt das Gesamtbild der Band; für mich, der ich sowieso absolut unmusikalisch bin, überdeckt der Gesang in der Wahrnehmung eindeutig das musikalische Element. Natürlich ist auch die Musik interessant und sie gefällt mir in gewissen Momenten sehr gut, dennoch würde ich unbekannte Lieder der Band stets am Gesang erkennen, nicht an bestimmten musikalischen Mitteln (Projekte von Jack White erkennt man ja in der Regel schon anhand der Gitarre im Intro, nur so als Beispiel). Jacks Stimme ist das Charakteristikum von Bombay Bicycle Club. Und zumindest in der Hälfte ihres neuen Albums „A Different Kind of Fix“ kann ich nicht genug von seinem Gesäusel bekommen.

Auch die neue Platte wird keine, die bei mir rauf und runter laufen wird (wie zum Beispiel die von Thees Uhlmann), was natürlich nicht gegen ihre Qualität spricht. Nein, sie beginnt mit How Can You Swallow So Much Sleep sogar ausgesprochen energetisch. Die Instrumente überlagern rein lautstärketechnisch den Gesang. Kraftvoll erscheint dieser Kampf der Aufmerksamkeit; charakteristische Stimme gegen clever eingesetzte Arrangements. Dabei gibt es einen klaren Gewinner und zwar den Song selber.
Überhaupt wirkt das Album anfangs durch die oft sehr präsenten Drums unglaublich treibend. Dennoch ist es nichts, was man wirklich wertschätzen kann, wenn man es nur nebenher hört. Man muss „A Different Kind of Fix“ schon seine gesamte Aufmerksamkeit schenken – dann zieht es den Hörer auch sofort in seinen Bann. Schade nur, dass sich das Album ab der Hälfte der Tracks auf diese anfänglich geschaffene Aufmerksamkeit verlassen muss. Ab diesem Punkt versinkt die Musik nämlich in die schleichende Auswechselbarkeit, die man Bombay Bicycle Club häufiger vorwerfen kann. Dennoch ein Stück Musik, dem man eine Chance geben sollte.

Louder than sirens, louder than bells

Ein kleines Intermezzo, genauer mein Vorschlag für die nächste Runde des Projekt Hörsturz.

Ein ganz großartiger Song. Einer meiner absoluten Lieblinge, wenn auch erst seit kurzer Zeit. Allerdings gefällt mir die Studioversion tatsächlich noch ein Tick besser. Aber ist ja eine Sonderrunde mit dem Thema Live-Auftritte. Von daher.

Fall Season 2011 – Mein Pflichtprogramm

Der September ist seit einem Jahr mein unangefochtener Lieblingsmonat. Der tolle Übergang zwischen Sommer und Herbst, die Tatsache, dass mein Geburtstag in greifbare Nähe rückt, und selbstverständlich der Beginn der neuen US-Serien-Season. Das Verfolgen der (meist) wöchentlich gesendeten neuen Folgen hat sich zu meinem einzig wirklich exzessiv ausgeübten Hobby entwickelt. Ein Beispiel? Auf meinem Serienplaner stehen 26 Serien, die ich zumindest in den ersten Wochen sehen will, um dann zu entscheiden, welche den Verbrauch meiner Freizeit verdient haben. Da bietet sich es geradezu an, dass das neue Wintersemester erst Mitte Oktober startet.

In einigen Posts will ich diese 26 Serien vorstellen und den Anfang macht heute das Pflichtprogramm, sprich vor allem länger laufende Formate und sehr vielversprechende neue Programme, die ich mir – aus welchen Gründen auch immer – mit hoher Sicherheit langfristig anschauen werde. Das alles selbstverständlich nicht ganz spoilerfrei.

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Sincerely Thees Uhlmann

Was für euch das Album von Casper war, ist für mich die Neue von Thees Uhlmann

schrieb ich so oder so ähnlich vor einigen Wochen auf Facebook. Den Hype, den Xoxo erlebt hatte, konnte ich zwar in den Weiten des Internets nicht entdecken, für mich persönlich ist das Solo-Debüt von Thees allerdings die wichtigste CD des Jahres (auch wenn mir Caspers Platte sehr gut gefallen hat).

Dabei konnte ich schon immer verstehen, wenn sich andere über die Musik von Tomte aufgeregt haben. Es ist nicht für jeden. Thees Stimme ist gewöhnungsbedürftig, die Texte wirken nicht nur selten ein klein wenig zusammengeschmissen. Beides Dinge, die ich an Tomte-Alben geliebt habe. Ein bisschen Restskepsis war über die Qualität der fertigen Soloscheibe noch da, nachdem ich auf dem Fest van Cleef in Mainz war und einige Lieder hören konnte. Auch an die muss man sich erst ein wenig gewöhnen. Sie erinnern auch noch an Songs von Tomte, unterscheiden sich dennoch stark. Sie sind getriebener, das E-Piano ist allgegenwärtig und überhaupt irgendwie tanzbarer. Wobei man dieses Attribut immer noch in Relation sehen muss.

Letztendlich ist „Thees Uhlmann“ ein unglaublich gutes Album. & Jay-Z singt uns ein Lied ist der Highlight der CD, was zu einem nicht unbedeutendem Anteil auch Casper zuzuschreiben ist. Dass Thees und Casper ein angenehmes Team abgeben, haben sie ja schon auf der Platte des Bielefelders zeigen können; und ich muss Pascal zustimmen, wenn er betont, dass der Gedanke an eine aus den beiden bestehende Band zu gefallen weiß. Überhaupt ist das von Reminiszenz und Heimatsgefühlen geprägte Album mit starken Songs gesegnet. Einzig Die Nacht war kurz geht mir mittlerweile etwas auf die Nerven. Aber das wird durch das beinahe epische 17 Worte und den wunderbaren Text von Römer am Ende Roms ausgeglichen. Mit Sommer in der Stadt und Paris im Herbst wird Thees zum Storyteller, was sich sehr angenehm auf den Gesamteindruck des Albums auswirkt. Abschließend seien noch die Alternativversionen von Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf (To Mate & to Die Salmons Swim Upstream) und Paris im Herbst (Paris en automne) erwähnt, in denen Thees in Englisch bzw. Französisch singt. Klingt einfach umwerfend, vor allem die zusätzliche Frauenstimme in To Mate & to Die, die eigentlich zu Imaginary Cities gehört, macht den Song mindestens doppelt so gut.

Sneak Peek – September ’11

Auf was ihr euch hier in der nächsten Zeit freuen dürft. Ich meine es mit dem Bloggen wieder ernst. Und ich habe auch schon einige Ideen, worüber ich schreiben will. Deshalb ein kleiner Einblick in meine Pläne.

Im September passiert relativ viel in Sachen Musik. The Drums, Dear Reader und Bombay Bicycle Club bringen schon recht bald neue Alben raus, auf die mich doch schon sehr freue. Musikalisches Highlight wird aber ohne Zweifel die neue LP von Feist und nachdem mir schon die Single-Auskopplung sehr gut gefallen hat, kann der 30. September gar nicht früh genug kommen.

Zu diesen vier Alben dürft ihr auf jeden Fall einige Worte erwarten. Die drei Erstgenannten wahrscheinlich in kürzerer Form, kommt ganz drauf an, wie gut sie mir letztendlich gefallen und was ich dazu so zu sagen habe.

Was Filme angeht, bin ich gar nicht so sicher, ob ich in diesem Monat sehr viel ins Kino gehen werde. Das liegt nicht unbedingt daran, dass es keine guten Filme gäbe, sondern, dass ich einen großen Teil des Monats nicht in Nähe eines Kinos verbringe und weil ich ja ein eher fauler Bursche bin, wird es spätestens am Ende des Monats etwas geben (vorausgesetzt dann laufen noch interessante Filme). Allerdings liegt hier zur Zeit „It’s Kind of a Funny Story“ rum, den ich heute noch gucken werde und dessen Trailer schon mal hohe Erwartungen geschürt hat.

Ansonsten sind noch kurze Meinungen zu den neuen Ami-Serien „Awkward“ und „Alphas“ möglich, außerdem zum Jugendroman „The Hunger Games“, den ich vor kurzem ausgelesen habe. Und Deus Ex 3, das derzeit in der PS3 meines Bruders verweilt, schreit auch geradezu nach einem Post.

Projekt Hörsturz #53

An dieser Stelle möchte ich erst mal den Leuten danken, die mich trotz fünfmonatiger Funkstille noch nicht aus ihren Feed-Readern entfernt haben und diese Zeilen nun möglicherweise sogar lesen. Ich bin zurück, zumindest hätte ich Lust zurück zu sein und nicht nach einigen Posts wieder zu verschwinden. Nun ja, hoffen wir das Beste.

Zum Einstieg erstmal die aktuelle Runde des altbekannten Projekts, mit dem ich meine eingerosteten, rhetorischen Fähigkeiten wieder auf Vordermann bringen will. Auch wenn ich das Songaufgebot auf den ersten Blick eher unterwältigend finde. In diesem Sinne: Möge der Verriss beginnen!

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The View – Bread and Circuses

Wenn man mich fragt, dann haben The View schon mit ihrem letzten Album Which Bitch? eine ziemlich runde, unrunde Sache abgeliefert. Lasst mich das kurz erklären: Der Sound, der Gesang, die Arrangements wirken alle etwas verschroben. Es ging wohl weniger um die perfekte Form als um die Betonung auf den Spaß an der Sache, nämlich an der Musik. Mundharmonika, verzerrte Gitarren im Wechsel mit prägnatem Klavierspiel. Auf das Album mit dem Häschen auf dem Cover lässt sich keine klare Linie legen.

Das verhält sich mit dem aktuellen Bread and Circuses anders. Der Sound ist an die Leine genommen worden, tobt nicht mehr in allen Richtungen herum, hat aber in einem gewissen Radius immer noch gewisse Freiheit, wird jedoch in eine bestimmte Richtung geleitet (oh nein, ich wende eine Hundemetapher auf Musik an!). In den besten Momenten kommt dann ein Hammersong wie Underneath the Light heraus, der in perfekter Art und Weise mit einem klaren, aber etwas holprigen Rythmus in den Strophen und einem eingängigen Refrain daherkommt, um am Ende noch einmal wild um sich zu schlagen. Schön sind diese guten Momente natürlich, besser ist es aber, dass es keine wirklichen schwachen gibt. The View bewegen sich durchgehend auf einem hohen Niveau. Verspielt sind die vier Schotten immer noch, präsentieren das aber hintergründiger als im Vorgänger und decken eine große Spanne an Stimmungen ab, ohne dass ein Lied fehl am Platz wirkt. Und selbst wenn das der Fall sein sollte, ich glaube, durch den schottischen Akzent würde ich das auch verzeihen.

4/5

Metakram:
erschienen am 14.März 2011 bei Sony Music Entertainment
gehört auf simfy

Getaggt mit , ,

Poetry Slam #3

Wer das Privileg hat, mich seinen Facebook-Freund zu nennen (weil das ja voll besonders ist und so), hat das Video vielleicht schon gesehen. Ich find’s ziemlich lustig und werde den Herrn am Donnerstag auch live erleben, außerdem den amtierenden Slam-Meister Patrick Salmen. Ich freu mich tierisch drauf.

Trading Places (9.13)

Hihi. Die Folge ist schon soooo alt und schreibe trotzdem noch eine Review. Ich habe eigentlich keine Lust und überhaupt ist das hier schon die dritte Version, die ich bestimmt auch noch löschen werde, aber egal (oh, doch nicht). Doch bevor ich aus Feed-Readern gelöscht werde, gebe ich mal ein Lebenszeichen von mir.

Keine besonders gute Folge, muss ich sagen. Und das war auch Grund, warum ich meine verschriftlichte Meinung so lange aufgeschoben habe. Im Vergleich mit The Hand That Rocks The Wheelchair war diese hier schon fast unterdurchschnittlich, auch wenn einige gute Lacher dabei waren.

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